In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages, dem 5. April 2025, ereignete sich vor der Küste der kanarischen Insel El Hierro eine weitere dramatische Rettungsaktion. Wie die staatliche Seenotrettungsorganisation Salvamento Marítimo mitteilte,
konnten sie insgesamt 22 Menschen aus einem in Seenot geratenen Cayuco (ein Cayuco ist ein kleines, schmales Boot oder Kanu, oft aus Holz gefertigt, das traditionell in Flüssen oder von lokalen Fischern in Lateinamerika verwendet wird) bergen. Die Migranten, allesamt sub-saharischen Ursprungs, befanden sich etwa 11 Seemeilen vor dem Hafen von La Restinga, als sie entdeckt wurden.
Alarm durch die Guardia Civil
Den entscheidenden Hinweis auf die Position des Flüchtlingsbootes gab die Guardia Civil. Gegen 5:00 Uhr morgens informierten die Beamten das Kontrollzentrum von Salvamento Marítimo auf Teneriffa über die Lokalisierung des Cayuco. Umgehend wurde die Salvamar Acrux in Marsch gesetzt, um die in Not geratenen Menschen zu erreichen.
Die Rettungsaktion im Detail
Nach einer knappen Stunde erreichte die Salvamar Acrux das Flüchtlingsboot. Sie konnten die 22 Migranten, allesamt Männer, an Bord nehmen. Erfreulicherweise befanden sich die Geretteten in augenscheinlich gutem Gesundheitszustand. Gegen 6:20 Uhr erreichte die Salvamar Acrux schließlich den Hafen von La Restinga auf El Hierro, wo die Geretteten an Land gebracht wurden.
Salvamento rescata a 22 personas a bordo de un cayuco a 11 millas de El Hierro https://t.co/hNmFRJj5FI
— Diario de Avisos (@diariodeavisos) April 5, 2025
Anstieg der Migrationsrouten nach El Hierro
Die Kanarischen Inseln sind seit geraumer Zeit ein Brennpunkt der Migration über den Atlantik. Wir berichteten: El Hierro Flüchtlinge: 107 Migranten in Sicherheit gebracht.
Insbesondere die westlichen Inseln, darunter auch El Hierro, sehen sich mit einem Anstieg der Ankünfte konfrontiert. Die Route von der westafrikanischen Küste zu den Kanaren gilt außerdem als gefährlich und fordernd. Die oft in seeuntüchtigen Booten reisenden Menschen sind den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert.
Salvamento Marítimo im Dauereinsatz
Die Organisation Salvamento Marítimo leistet dabei unermüdliche Arbeit, um Menschenleben auf See zu retten. Sie sind rund um die Uhr im Einsatz und reagieren auf Notrufe und Sichtungen von in Seenot geratenen Booten. Die Besatzungen der Rettungsschiffe riskieren dabei oft ihr eigenes Leben, um anderen zu helfen.
Herausforderungen und Perspektiven
Die aktuelle Rettungsaktion vor El Hierro verdeutlicht aufs Neue die dringende Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Antwort auf die Herausforderungen der Migration. Es bedarf sicherer und legaler Wege für Menschen, die Schutz suchen. Gleichzeitig sind die Ursachen von Flucht und Migration in den Herkunftsländern zu bekämpfen.
Als Gesellschaft stehen wir vor der Aufgabe, humanitäre Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig tragfähige Lösungen für die komplexen Fragen der Migration zu finden. Die Ereignisse vor El Hierro sind ein mahnendes Beispiel dafür, dass jeder gerettete Mensch ein Erfolg ist, aber auch, dass weitere Anstrengungen unerlässlich sind.
Wichtige Punkte außerdem zusammengefasst:
- 22 Migranten wurden vor El Hierro gerettet.
- Die Rettung erfolgte durch Salvamento Marítimo.
- Die Guardia Civil gab den entscheidenden Hinweis.
- Alle Geretteten sind sub-saharischen Ursprungs.
- Die Kanarischen Inseln sind eine Hauptroute der Migration.
- Salvamento Marítimo ist rund um die Uhr im Einsatz.
- Es bedarf gemeinsamer europäischer Lösungen.
Wir werden die Entwicklungen weiterhin aufmerksam verfolgen und dich über neue Informationen auf dem Laufenden halten.
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