600 km vor La Palma: Evakuierung wegen Blinddarmentzündung

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Wir berichten heute über eine dramatische Rettungsaktion, die sich rund 600 Kilometer vor der Küste von La Palma ereignet hat. Ein 40-jähriger amerikanischer Seemann erlitt an Bord eines Frachtschiffes

eine akute Blinddarmentzündung, die einen sofortigen medizinischen Eingriff erforderte. Die spanischen Behörden leiteten daraufhin eine aufwendige Rettungsmission ein, um dem Mann das Leben zu retten.

Hubschraubereinsatz in extremer Entfernung

Ein Helikopter vom Typ HD.21 ‚Súper Puma‘ der Luftwaffenbasis Gando auf Gran Canaria wurde für den Einsatz angefordert. Die Besatzung des Such- und Rettungsdienstes (SAR) flog in die entlegene Position des Frachters namens Arc Integrity. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, befand sich das Schiff am äußersten Limit der operativen Reichweite des Hubschraubers. Dies unterstreicht die Dringlichkeit und den herausfordernden Charakter der Mission.

Präzise Koordination durch die Luftfahrtbehörde

Neben dem Helikopter war auch ein Flugzeug vom Typ D.4 ‚Vigma‘ des gleichen Geschwaders an der Rettungsaktion beteiligt. Seine Aufgabe war es, dem Helikopter wichtige Informationen über die Windverhältnisse in großer Höhe zu liefern. Diese Daten waren entscheidend, um den Flug des Helikopters zu optimieren, den Treibstoffverbrauch zu minimieren und die Geschwindigkeit zu maximieren.

Das Flugzeug stellte im Vorfeld auch den Kontakt zum Frachter her, um die Anflugmanöver für den Helikopter zu erleichtern. Nachdem die Funkverbindung zum Schiff abriss, ermöglichte die Satellitenkommunikation den SAR-Einheiten, ständig mit dem Koordinierungszentrum für Luftfahrtrettung der Kanarischen Inseln (ARCC) in Verbindung zu bleiben. Das ARCC leitete die gesamte Operation auf Anfrage der Seenotrettung.

Militärkrankenpfleger an Bord für die Sicherheit des Patienten

Angesichts der Schwere der Blinddarmentzündung wurde ein Militärkrankenpfleger in die Hubschrauberbesatzung integriert. Dieser wurde per Seilwinde auf das Deck des Frachters abgeseilt, um den Zustand des Patienten zu beurteilen und den anschließenden Transport so sicher wie möglich zu gestalten.

Schwierige Bergung per Seilwinde

Die eigentliche Bergung des Seemannes vom Frachter erfolgte ebenfalls mittels einer Seilwinde (Izos). Diese Methode ist bei solchen Rettungsaktionen auf See üblich, erfordert jedoch höchste Präzision und Koordination von der Hubschrauberbesatzung und der Schiffscrew. Das Flugzeug unterstützte diesen kritischen Abschnitt, indem es dem Schiff genaue Anweisungen bezüglich Kurs und Geschwindigkeit gab, um die Arbeit der Seilwinde zu erleichtern.

Transport in das Krankenhaus Doctor Negrín

Nachdem der amerikanische Seemann erfolgreich an Bord des Helikopters gelangte, erfolgte der schnelle Transport zum Universitätskrankenhaus Doctor Negrín in Las Palmas de Gran Canaria. Dort wird er nun medizinisch versorgt.

Fazit

Diese spektakuläre Rettungsaktion vor La Palma zeigt eindrücklich die Leistungsfähigkeit und die enge Zusammenarbeit der verschiedenen spanischen Einsatzkräfte. Dank des schnellen Handelns und der professionellen Durchführung konnte ein Menschenleben in einer Notsituation gerettet werden. Wir wünschen dem betroffenen Seemann eine schnelle Genesung. Die Blinddarmentzündung in dieser abgelegenen Position verdeutlicht die Unvorhersehbarkeit medizinischer Notfälle und die Wichtigkeit gut ausgerüsteter und trainierter Rettungsteams.

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Kanaren News Jenny Christian

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Christian Juraschek
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Autor, Gründer

Christian Juraschek berichtet täglich auf news.unaufschiebbar.de über aktuelle Entwicklungen auf den Kanaren. Als ständiger Bewohner der Inseln ist er direkt am Ort des Geschehens und liefert fundierte, vor Ort recherchierte Kanaren News aus erster Hand.