Betrug bei Immobilien auf Teneriffa: Maklerin muss ins Gefängnis

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Wir berichten über einen Fall von schwerem Betrug bei Immobilien auf Teneriffa. Das Oberste Gericht hat ein Urteil bestätigt: Eine Immobilienmaklerin muss für

3,5 Jahre ins Gefängnis und 9.400 Euro Strafe zahlen. Sie hatte eine Kundin beim Verkauf einer Wohnung in El Rosario betrogen.

Wie lief der Betrug ab?

Die Maklerin arbeitete als Mitarbeiterin einer Immobilienfirma. Anfang 2019 entdeckte eine Kundin ein Wohnungsangebot und kontaktierte die Firma. Die Kundin besichtigte die Wohnung, entschied sich aber dagegen. Wenig später interessierte sie sich für eine andere Wohnung in El Rosario. Diese Wohnung war nicht im Portfolio der Firma, für die die Maklerin arbeitete.

  • Die Maklerin bot an, den Verkauf privat abzuwickeln.
  • Im August 2021 trafen sie sich in einem Café, wo die Maklerin die Kundin zum Kauf überredete.
  • Ein Vertrag wurde aufgesetzt, der einen Kaufpreis von 86.000 Euro vorsah.
  • Die Kundin zahlte 900 Euro Anzahlung und 600 Euro als Kaution auf das Konto der Tochter der Maklerin.

Weitere Zahlungen und falsche Versprechungen

Die Maklerin forderte weitere 500 Euro für eine angebliche Bewertung der Wohnung. Dieses Geld landete auf ihrem eigenen Konto. Da der Kauf sich verzögerte, kontaktierte die Kundin die eigentliche Immobilienfirma. Diese erstattete die 900 Euro zurück. Doch die Maklerin forderte das Geld zurück, angeblich für ihre geleistete Arbeit. Die Kundin überwies das Geld erneut auf das Konto der Tochter der Maklerin.

Die Maklerin forderte zudem 4.000 Euro von einem Bruder der Kundin. Dieses Geld wurde auf das Konto einer Freundin der Maklerin überwiesen, die es abhob und nie zurückzahlte.

Die Verteidigung der Maklerin

Die Maklerin behauptete, sie habe nicht gewusst, dass die Wohnung belastet war und nicht beliehen werden konnte. Ein Gutachter sagte jedoch vor Gericht aus, dass er sie darüber informiert hatte. Die Maklerin behauptete, sie hätte es der Kundin gesagt und das Geld sollte unter den beteiligten Maklern aufgeteilt werden.

Das Urteil des Gerichts

Das Gericht sah die Beweise als erdrückend an und verurteilte die Maklerin zu einer Haftstrafe von 3,5 Jahren und zur Zahlung von 9.400 Euro.

Das musst du wissen, wenn du Immobilien auf Teneriffa kaufen willst

Es ist extrem wichtig, die notwendige Vorsicht walten zu lassen, wenn du eine Immobilie kaufst. Hier sind einige Tipps, die dir helfen können, Betrug zu vermeiden:

  • Prüfe die Immobilie: Stelle sicher, dass du alle notwendigen Unterlagen einsehen kannst, um sicherzustellen, dass das Objekt, dass du kaufen möchtest, keine Altlasten mitbringt. Frage nach dem Grundbuchauszug. Agenturen wie A bis Z auf Teneriffa können dir dabei helfen.
  • Sei bei Geldübergaben vorsichtig: Zahle möglichst keine größeren Summen per Überweisung. Nutze lieber Bargeld und lass die Übergabe von einem Notar beurkunden.
  • Traue keinem, der zu gut klingt: Wenn ein Geschäft zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch nicht. Recherchiere immer sorgfältig.

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Kanaren News Jenny Christian

 

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Christian Juraschek
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Autor, Gründer

Christian Juraschek berichtet täglich auf news.unaufschiebbar.de über aktuelle Entwicklungen auf den Kanaren. Als ständiger Bewohner der Inseln ist er direkt am Ort des Geschehens und liefert fundierte, vor Ort recherchierte Kanaren News aus erster Hand.