Teneriffa-Drogenhandel: 10 Jahre für Dealer auf Touristenboot

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Teneriffa-Drogenhandel: Die Audiencia Nacional hat einen Mann zu zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von 6,4 Millionen Euro verurteilt. Der Mann arbeitete als Mechaniker auf Segelbooten und organisierte touristische Ausflüge im Süden von Teneriffa. Er wurde festgenommen, nachdem

211 Kilogramm Kokain auf einem seiner Boote gefunden wurden.

Teneriffa-Drogenhandel: Details des Verbrechens

Laut dem Urteil reiste der Angeklagte im März 2021 zusammen mit anderen Personen, die bereits in Frankreich verurteilt wurden, von Martinique nach Gran Canaria. Ihr Ziel war es, die Drogen an Dritte zu verteilen. Für diesen Zweck wollten sie ein Boot nutzen, dessen Eigentümer in Adeje ansässig war.

  • Drogenfund: Auf hoher See nahmen sie 180 Pakete Kokain an Bord und versteckten weitere 163 Pakete in den Hohlräumen des Bootes.
  • Eingreifen der Marine: Die französische Marine griff ein und beschlagnahmte die 211 Kilogramm Kokain.
  • Reinheitsgrad und Wert: Das Kokain hatte einen Reinheitsgrad zwischen 75 und 86 Prozent und einen Mindestwert von 3,2 Millionen Euro.

Gerichtsverfahren und Verteidigung

Die Verteidigung des Angeklagten beantragte die Nichtigkeit der Telefonüberwachung. Sie argumentierte, dass es unmöglich gewesen sei, die Gespräche während der Anhörung vollständig anzuhören, und dass die Übersetzung nicht unterzeichnet war. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt.

  • Urteil des Gerichts: Die Audiencia Nacional sah keinen Zweifel daran, dass es sich um ein Verbrechen gegen die öffentliche Gesundheit handelte.
  • Schwere der Tat: Die Tat war von notorischer Bedeutung und fand im Rahmen einer kriminellen Vereinigung statt.
  • Direkte Verantwortung: Das Gericht sah den Angeklagten als direkt verantwortlich an.

Aussage des Angeklagten

Während des Prozesses gab der Angeklagte an, dass er seit acht Jahren als Bootsmechaniker im Süden von Teneriffa arbeitete. Er sagte, dass er gelegentlich aus beruflichen Gründen in Martinique gewesen sei.

  • Behauptung des Angeklagten: Er behauptete, dass er von einer Person kontaktiert wurde, die er von Puerto Colón in Teneriffa kannte.
  • Hilfe bei Reparaturen: Diese Person habe ihn um Hilfe gebeten, weil ihr Boot während der Reise mehrere Pannen gehabt habe.

Zeugenaussagen der Polizei

Die Polizeibeamten sagten aus, dass sie mit den französischen Behörden zusammengearbeitet hätten. Die Überwachungsarbeiten hätten sie auf einem nahe gelegenen Golfplatz durchgeführt, wo Treffen mit einem anderen Angeklagten stattfanden. Dieser wurde später freigesprochen, da sich herausstellte, dass er lediglich touristische Ausflüge organisierte.

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Christian Juraschek
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Autor, Gründer

Christian Juraschek berichtet täglich auf news.unaufschiebbar.de über aktuelle Entwicklungen auf den Kanaren. Als ständiger Bewohner der Inseln ist er direkt am Ort des Geschehens und liefert fundierte, vor Ort recherchierte Kanaren News aus erster Hand.